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Die Marathon Saison 2017 begann für mich am 19. März mit dem Marathon in Seoul, Süd Korea.

Wenn man das Klima in Südost - Asien berücksichtigt, kann man das Training für einen Marathon eigentlich nur im Herbst, Winter oder  Frühjahr durchführen. Damit ergibt sich auch automatisch, dass der "passende" Marathon in den Monaten November bis März liegen muss.

Natürlich kann man im Norden Chinas, z.B. in der Inneren Mongolei oder in den bergigen westlichen Provinzen Sichuan oder Yunnan auch im Juli einen (Trail-) Marathon laufen. Aber das Training dafür kann dann nur am sehr frühen Morgen stattfinden, wenn man wie ich im feuchten und heissen Süden Chinas wohnt.

Um den Marathon im Frühjahr nicht wieder auf einer ziemlich langweiligen Strecke wie 2016 in QingYuan laufen zu müssen, habe ich mir eine Alternative gesucht und diese in Seoul gefunden. Obwohl die Bewertungen für diesen Marathon auch gemischt sind, habe ich mich mit der Hilfe eines Koreanischen Kollegen bereits angemeldet. Die Teilnahmegebühr von 50$ war sogar noch relativ niedrig.

Der Link zur offizielle Homepage ist hier.

Update 21.03.2017:

Nach erfolgreichen 42Km "Sightseeing" durch die Innenstadt Seouls bin ich seit gestern wieder zurück in Guangzhou. Im wesentlichen hat sich das bestätigt, was ich bereits zuvor im Internet über diesen Marathon gelesen hatte.

Hier eine kurze Zusammenfassung aus meiner Sicht:

Gut:

Niedrige Stargebühr von 50USD, Start auf dem zentralen Platz im Zentrum von Seoul (Gwanghwamun Gate), Finish im Olympia Stadion von 1988, Ausreichend Verpflegungsstationen mit Wasser und Pocari Sweat (alle 5Km, und dazwischen Stationen mit Schwämmen), ab Km 20 auch Bananen und Schokokekse (?), durch die Jahreszeit ideale Lauftemperaturen (morgens 6 Grad, später etwa 18 Grad und blauer Himmel), schnelle fast flache Strecke (Siegerzeit 2017: 2:05:59)

Schlecht:

Anmeldung auf der offiziellen Webseite ohne Koreanisch - Kenntnisse fast unmöglich, Durchsagen am Start nur in Koreanisch, sehr wenig Toiletten auf der Strecke (kleine Gassen und Büsche an  der Strecke wurden als Toilette zweckentfremdet), sehr wenig Zuschauer - erst ab Km 38 wurde es etwas lebhafter, im Ziel keine besondere Betreuung wie z.B. Alufolie, keine Infos wo Ergebnislisten zu finden sind und keine Infos wo es Fotos zu sehen (oder zu kaufen) gibt, evtl. ebenfalls interessant: sehr "leeres" Goodie Bag (Medaille, Keks, Kuchen, Banane, Wasser)

Weiterhin kann ich den im Internet sehr oft kritisierten Punkt bestätigen, dass die kleinen Lastwagen mit den Kleiderbeuteln bereits um 7:30 abfahren. Da ich im letzten Startblock stand, musste ich bis um 8:20 warten, bevor ich die Startlinie überqueren konnte. Bei 6 Grad am Morgen heisst das, sich warm anzuziehen und die Kleidung später entsorgen oder man muss sich bewegen ...

Im Start Paket enthalten war ausser der Startnummer eine Broschüre mit Infos über den Marathon, ein blaues Adidas Singlet Shirt mit Aufdruck "Seoul Marathon 2017" und ein Diskount Gutschein für "personalisierte" (Namen) Adidas Laufschuhe.  

 

Die Strecke war eine typische Stadt - Marathon - Strecke. Es ging an einigen Sehenswürdigkeiten (Gates) vorbei. Am Anfang auf sehr breiten Strassen, später wurde es etwas enger aber auf dem grössten Teil der Strecke war genug Platz zum Laufen. Höhepunkt war sicherlich der Einlauf ins (leere) Olympia Stadion.

Ich hatte ein Hotel in der Nähe der Startlinie gebucht (Shilla Stay Gwanghwamun), was sehr praktisch war. So konnte ich nach Abgabe des Kleiderbeutels wieder zurück ins Hotel laufen (5 Minuten) und mir mit einem warmen Tee die Wartezeit etwas angenehmer gestalten.

 Und hier einige Bilder:

Start1Start2

 

 Start3PaceMaker

 

 Drummers

 OlympicStadium